Das war’s mit den niedrigeren Abwassergebühren…

Das Oberverwaltungsgericht NRW hat im Mai vergangenen Jahres entschieden, dass die unter anderem auch in Krefeld verwendete Methode zur Berechnung der Abwassergebühren rechtswidrig ist. Aus diesem Grund hat die AfD-Fraktion damals einen Antrag eingebracht, um die zu viel bezahlten Abwassergebühren entweder zurückzuzahlen oder mit der kommenden Abwassergebührenrechnung zu verrechnen. Dieser Antrag fand in den politischen Gremien der Stadt Krefeld jedoch keine mehrheitliche Zustimmung der anderen Parteien.

Dennoch sollte man meinen, dass nun wenigsten die künftigen Abwassergebühren niedriger ausfallen. Denn die in der Vergangenheit verwendete Kalkulationsmethode, die zu den unrechtmäßig hohen Gebühren geführt hat, durfte laut dem Gerichtsurteil nicht mehr angewandt werden. Doch davon ist nun auch Fehlanzeige. Die Landesregierung aus CDU und Grünen hat prompt ein neues Gesetzt eingebracht, worin versucht wird die unrechtmäßige Abrechnungspraxis im Nachhinein zu legitimieren.

Die Rheinische Post beschreibt das ganz treffend: „Ein Gericht gibt den Bürgern nach jahrelangem Kampf Recht, und die Politik ändert prompt die Gesetzgebung – und der Bürger steht wieder da, wo er auch zuvor gestanden hat: als willkommener Zahler zur Stärkung kommunaler Haushalte“.

Gerade wenn man sich vor Augen führt, dass die Abwassergebühren in Krefeld sich im Vergleich mit anderen Städten auf Rekordniveau befinden und die Bürgerinnen und Bürger auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage bereits durch Teuerungen belastet sind, müssen überhöhte Gebühren um jeden Preis vermieden werden, insbesondere, wenn diese sich aus der Anwendung einer rechtswidrigen Kalkulationsmethode ergeben. Dann auch noch, nachdem das Oberverwaltungsgericht den klagenden Bürgern Recht gibt, ein Gesetz zu erlassen, welches das Urteil aushebelt, lässt sich an Dreistigkeit nicht überbieten. Aber wie sagt man so schön: wie gewählt so bestellt!

Weitere Beiträge

20. Juli 2026

Ob Schluff oder Stadtwaldhaus: Was Krefeld ausmacht, muss erhalten werden!

Der Schluff und das Stadtwaldhaus sind weit mehr als bloße Freizeitangebote. Sie stehen für Krefelder Geschichte, Lebensqualität und Heimatgefühl. Fast jeder Krefelder verbindet mit ihnen persönliche Erinnerungen, etwa an eine Fahrt mit der historischen Dampfbahn oder an einen sonnigen Nachmittag...

16. Juli 2026

Haushalt beschlossen: CDU und SPD treiben Krefeld weiter in den finanziellen Abgrund

Der Rat der Stadt Krefeld hat den Haushalt 2026 mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossen. Zwar wurden kurzfristig einige Änderungen vorgenommen, doch die zentralen Probleme bleiben ungelöst: Der Haushalt ist weiterhin hochdefizitär, beruht weiterhin auf unrealistischen Annahmen, wie...

9. Juli 2026

AfD-Kampagne zum Haushalt wirkt: Schöngerechneter Finanzplan fliegt auf!

Der Finanzausschuss wurde abgesagt, der Haushalt in der Ratssitzung von der Tagesordnung genommen und die Bezirksregierung erwähnt zentrale Kritikpunkte, die wir bereits im Rahmen unserer Kampagne öffentlich benannt haben. Das bestätigt genau das, worauf wir seit Beginn unserer Kampagne hingewiesen...

23. Juni 2026

AfD-Fraktion startet Kampagne zum Haushalt 2026

Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld startet im Vorfeld der Ratssitzung zum Haushalt am 9. Juli 2026 eine umfassende Informationskampagne zum Haushaltsplanentwurf 2026. Mit einer eigenen Kampagnenseite und mehreren Großflächenplakaten im Stadtgebiet sowie konkreten Anträgen und Anfragen will die...

1. Juni 2026

Integrationsausschuss missachtet Stimmen von tausenden Migranten, weil sie die „Falschen“ wählten

Wer die AfD wählt, soll offenbar nicht vertreten werden. Genau das zeigt das jüngste Vorgehen im Krefelder Integrationsausschuss. Bei der Wahl zum Integrationsausschuss, der ausschließlich von Bürgern mit Migrationshintergrund gewählt wird, wurde die AfD mit fast 25 % der Stimmen...

1. Mai 2026

Die Grundsteuer in Krefeld steigt: Wohnen darf nicht immer teurer werden!

Wohnen ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Als AfD sprechen wir uns generell gegen die Grundsteuer aus. Eine Erhöung lehnen wir daher entschlossen ab. Das bisherige Grundsteuermodell der Stadt Krefeld ist rechtlich umstritten, weswegen der Oberbürgermeister einen einheitlichen Grundsteuerhebesatz vorgeschlagen...