Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld startet im Vorfeld der Ratssitzung zum Haushalt am 9. Juli 2026 eine umfassende Informationskampagne zum Haushaltsplanentwurf 2026. Mit einer eigenen Kampagnenseite und mehreren Großflächenplakaten im Stadtgebiet sowie konkreten Anträgen und Anfragen will die Fraktion über die aus ihrer Sicht dramatische Finanzlage der Stadt aufklären.
Im Mittelpunkt steht die Kritik der AfD-Fraktion, dass der vorgelegte Haushaltsplan die tatsächliche Lage der Stadt nicht realistisch abbildet. Bereits für das Jahr 2025 rechnet die Stadt inzwischen mit einem Defizit von rund 170 Millionen Euro, obwohl ursprünglich nur ein Minus von 46,4 Millionen Euro geplant war. Auch der Haushaltsentwurf 2026 enthält nach Auffassung der Fraktion erneut zu optimistische Annahmen, pauschale Entlastungen und nicht ausreichend belegte Einsparungen.
Felix Dornig, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, erklärt dazu:
„Die Bürger verdienen zu wissen, was da vor sich geht. Das Thema Haushaltsplan kann sehr trocken sein, so dass sich viele Krefelder nicht damit befassen. Wir klären auf, vermitteln unsere Standpunkte und zeigen den Bürgern unsere Anträge. Unser Ziel ist es, dass der Haushalt auf der kommenden Ratssitzung nicht beschlossen, sondern umfassend überarbeitet wird und sich künftig auf realistischere Annahmen stützt.“
Auf der Kampagnenseite erklärt die Fraktion verständlich, was ein städtischer Haushalt ist, welche Zahlen für Krefeld besonders wichtig sind, warum die AfD-Fraktion mit einem deutlich höheren Defizit rechnet und welche Folgen eine weitere finanzielle Schieflage für die Stadt haben wird. Dabei warnt die Fraktion insbesondere vor Haushaltssicherung, weiterem Verlust kommunaler Handlungsfähigkeit und der Gefahr eines Nothaushalts.
Begleitend bringt die AfD-Fraktion sieben Anträge und zwei Anfragen für die kommende Ratssitzung ein. Der zentrale Antrag fordert, den Haushalt 2026 realistisch neu aufzustellen, statt ihn mit optimistischen Annahmen und pauschalen Minderaufwendungen schönzurechnen. Weitere Initiativen betreffen unter anderem Personalkosten, Verwaltungsorganisation, städtische Zuschüsse, Theaterfinanzierung, Veranstaltungshallen, Unterbringungskosten sowie Transparenz über die ausgelagerten städtischen Tochtergesellschaften.
Hauke Finger, finanzpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, sagt:
„Dieser Haushaltsplan ist keine Sanierungsstrategie, sondern der Versuch, die katastrophale Finanzlage mit allen legalen Möglichkeiten zu verschleiern. Die Stadt lebt weiter über ihre Verhältnisse und die Verantwortlichen tun so, als könne man sich aus der Krise herausrechnen.“
Die AfD-Fraktion fordert, den Haushaltsentwurf nicht einfach durchzuwinken, sondern grundlegend zu überarbeiten. Einnahmen und Ausgaben müssten realistisch kalkuliert, Einsparungen konkret benannt und politische Prioritäten neu gesetzt werden.
Die Kampagnenseite ist abrufbar unter: https://afdkr.de/haushalt




